Schwalben beobachten - Schwalben schützen

Schwerer Start ins Schwalbenleben – Aktion Schwalbenfreundliches Haus 2018

Wer einen aktiven Beitrag dazu leistet, dass Schwalben Jahr für Jahr ein Zuhause finden und ihre Brut großziehen können, kann sich auch in diesem Jahr um die Artenschutzauszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ oder „Schwalbenfreundliche Gemeinde“ des NABU bewerben. Bewerbungen können, möglichst mit Bildern illustriert, per Mail unter info@nabu-untertaunus.de bis zum 30. September 2018 abgegeben werden.

Die Luft in den Ortschaften des Untertaunus schwirrt derzeit von Insekten und ihren geflügelten Jägern. Im Flug erbeuten Schwalben und die nicht mit ihnen verwandten Mauersegler Mücken, Fliegen, Schmetterlinge und Eintagsfliegen. Eingespeichelt ergeben diese während der Brutzeit nahrhafte Leckerbissen für den hungrigen Nachwuchs. Innerhalb der Dörfer versorgen vor allem Mehlschwalben ihre Brut in selbstgebauten Halbhöhlen aus Lehm oder fertigen Nisthöhlen mit allerlei proteinhaltigem Futter. Zuvor haben sie drei bis fünf reinweiße Eier gelegt, die das Weibchen in gut zwei Wochen ausgebrütet hat. Das Männchen hielt in dieser Zeit dann die Eier warm, wenn das Weibchen selbst auf die Jagd ging, um das kräftezehrende Brüten heil zu überstehen. Spätestens einen Monat nach dem Schlüpfen sind die Jungvögel flügge und verlassen das Nest, einige Tage werden sie noch von ihren Eltern gefüttert, dann beginnt für sie der Ernst des Lebens. Oft widmen sich danach die Eltern einer zweiten Brut. Wobei für diese späten Jungtiere die Gefahr besteht, dass die unermüdlich nach Insekten jagenden Elterntiere nicht mehr Nahrung für sie finden. Umso wichtiger ist es, dass die Nester der Mehlschwalben an einem sicheren Ort über Jahre hinweg diesen standorttreuen Vögeln zur Verfügung stehen und ihnen im Idealfall in blühenden Landschaften viel Nahrung in Form von Fluginsekten aller Art geboten wird. Selbst unter optimalen Bedingungen überleben meist nur gut die Hälfte der Küken eines Geleges und auch von diesen werden kaum mehr als die Hälfte das nächste Lebensjahr erreichen.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die schwalbenfreundlichen Lebensräume immer mehr reduzieren. Gartenblumen müssen Steingärten oder neuer Bebauung weichen, die Zahl der Insekten nimmt rasant ab. Nistplätze fallen Renovierungsmaßnahmen zum Opfer oder werden, obwohl rechtlich streng geschützt, zerstört. Nur ein Umdenken gerade in ländlichen Ortschaften wie hier im Untertaunus kann die stetig sinkende Zahl an Schwalben und den mit ihnen nicht verwandten Mauerseglern bremsen, den Insekten als wichtigster Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Vögeln Lebensraum bieten und ein breites Artensterben verhindern.


Artenschutzauszeichnung Fledermausfreundliches Haus und Fledermausfreundliche Gemeinde 2018

Die NABU-Gruppe Untertaunus zeichnet auch in diesem Jahr erneut Häuser und Gemeinden aus, die sich in diesem Sinne oder auf andere Art und Weise besonders für den Fledermausschutz engagieren. Bewerbungen möglichst mit digitalen Bildern können bis zum 30.09.2018 an die E-Mail-Adresse nabu-wildtierundwald@web.de gesandt werden. Die Gruppe Untertaunus freut sich über jeden Fledermausfreund.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.nabu-untertaunus.de oder per Mail an info@nabu-untertaunus.de.


Almauftrieb in Niedergladbach am Sonntag, 21. Mai 2017

Viele kleine Naturforscher bewiesen ihre erstaunlichen Kenntnisse über Flora und Fauna bei dem Ratequiz des NABU Untertaunus und konnten im Anschluss ein kleines Andenken oder mit etwas Losglück sogar stattliche Preise in Form von Naturatlanten und Büchern über die heimische Vogelwelt entgegen nehmen. Viele Besucher nutzten auch das umfangreiche Informationsangebot. Nahmen Info-Material mit oder nutzten die Möglichkeit zum direkten fachkundigen Austausch.
Die am meisten diskutierten Themen waren wieder einmal die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland, Fledermauspopulationen im Untertaunus und Fragen rund um die heimische Vogelwelt. Hier konnten die jeweiligen Fachleute des NABU Untertaunus aktuelle Informationen liefern und so manches angeregte Gespräch zeugte vom Interesse und Engagement der Besucher am Natur- und Umweltschutz.


Neugründung der NAJU-Gruppe Taunusstein

Seit Beginn 2016 gibt es eine neue NAJU-Gruppe, die ihren Stützpunkt in Taunusstein hat und von Björn Raß geleitet wird. Noch befindet sich die Gruppe im Aufbau, Ideen werden entwickelt und Pläne für deren Umsetzung geschmiedet. Es ist geplant, in regelmäßigen Abständen naturkundliche Wanderungen für Kinder rund um Taunusstein anzubieten. Ebenso ist der Aufbau einer festen Gruppe geplant.

Die NAJU-Gruppe agiert selbstständig, gehört organisatorisch aber zur NABU-Gruppe Untertaunus.

Besuchen Sie die NAJU-Gruppe über Facebook https://m.facebook.com/NAJUTaunusstein/